Energiepolitik und Finanzierung

 Kraft-Wärme-Kopplung: Ein wichtiges Element der Energiepolitik

Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist aufgrund der sehr effizienten Ausnutzung der eingesetzten Brennstoffe eine ressourcen- und umweltschonende Alternative zur herkömmlichen Strom- und Wärmeerzeugung. Ein Mini-BHKW mit seinem typischen Wirkungsgrad von 80% – 90% reduziert die CO2-Emissionen um rund ein Drittel, bezogen auf die durchschnittlichen Emissionen bei getrennter Erzeugung der gleichen Strom- und Wärmemenge. Von den rund 774 Millionen Tonnen CO2, (Stand 2007) die jährlich in Deutschland ausgestoßen werden, entfallen gut 20% auf Heizungs - anlagen – mehr als auf Autos und Flugzeuge zusammen. Daraus wird ersichtlich, dass im Bereich „Heizen“ auch ein großes CO2-Einsparpotenzial besteht.
Ausgehend von den 1997 in Kyoto 3 festgelegten internationalen Zielen zur Verminderung der Treibhausgas-Emissionen sieht eine EU-interne Regelung für Deutschland vor, den Ausstoß der direkt treibhausrelevanten Gase – vor allem CO2 – im Zeitraum 2008 bis 2012 um durchschnittlich 21% gegenüber 1990 zu reduzieren.
Zur Umsetzung dieser Ziele setzt die Bundesregierung unter anderem auch auf die Kraft-Wärme-Kopplung und fördert deren Ausbau durch verschiedene energiepolitische Maßnahmen. Im Rahmen der Beschlüsse des Integrierten Energie-und Klimapakets (IEKP) von Meseberg im Herbst 2008 wurden von der Bundesregierung gute Voraussetzungen dafür geschaffen, den Betrieb von KWK-Anlagen auch wirtschaftlich interessanter zu machen. Die Regelungen des neuen KWK-Gesetzes und ergänzend dazu die Förderung von kleinen Blockheizkraftanlagen durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) schaffen die geeigneten Rahmenbedingungen für die breitere Anwendung dieser besonders effizienten Technologie.
Der Einsatz eines Mini-BHKW verspricht in vielen Fällen keine spektakulären finanziellen Vorteile. Doch lohnt die gekop-
pelte Erzeugung von Wärme und Strom zweifellos auch in all jenen Fällen, in denen nur ein kleiner wirtschaftlicher Gewinn zu erwarten ist – denn der ökologische Vorteil ist unbestritten!

Steuervergünstigungen

Strom

Strom aus BHKW mit einer Leistung bis 2 MWel ist von der Stromsteuer befreit, wenn der Strom selbst verbraucht oder an Mieter, Pächter oder ähnliche Vertragspersonen verkauft oder im Rahmen eines Contracting von einem externen Betreiber zur Verfügung gestellt wird. Ersparnis: 2,05 Cent/kWh (seit 01.01.2003)

Heizöl und Erdgas

Für Heizöl und Erdgas für den Betrieb eines BHKW wird die Mineralölsteuer für die Monate oder Jahre erstattet, in denen der Nutzungsgrad mindestens 70% beträgt5 . Das bedeutet, dass die eingesetzte Primärenergie zu mindestens 70% als Wärme oder Strom genutzt werden muss. Bei wärmegeführter Betriebsweise – also ohne Notkühlung – wird dieser Wert auf jeden Fall erreicht. Zur besseren Ausnutzung kann das BHKW an zwei wechselnden Standorten betrie¬ben werden. Ersparnis: Heizöl: 6,14 Cent/Liter; keine Erhöhung vorgesehen
Erdgas: 5,5 Euro/MWh; keine Erhöhung vorgesehen

 

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