Arbeitskreis Dezentrale Energietechnik (DEZENT)

 Der Aufbau einer Energieversorgung unabhängig von den begrenzten Ressourcen fossiler Energieträger und ohne schädigende Auswirkungen auf unser Ökosystem und das Klima ist ohne Frage zwingend erforderlich, um die Lebensgrundlage der Menschheit zukünftig zu sichern. Nach Ansicht der Experten hat dabei die Erhöhung der Energieeffizienz gleiche Priorität wie der Ausbau der erneuerbaren Energien; beiden Lösungsansätzen ist aber gemein, dass sie in eine dezentrale Energieversorgungsstruktur eingebunden sein sollten, um ihre Vorteile vollständig ausschöpfen zu können.

Zu diesem Thema hat sich seit Gründung im Spätsommer 2005 der Arbeitskreis „Dezentrale Energietechnik“ am Umweltministerium Baden-Württemberg etabliert, in dem verschiedene Gesichtspunkte mit wechselnden Schwerpunkten in dieser Richtung erörtert werden. Hauptthema ist die Kraft-Wärme-Kopplung. Primäres Ziel des Arbeitskreises ist es, ein offenes Forum zu schaffen, in dem die Akteure aus diesem Bereich zusammenkommen und Ihre Erfahrungen austauschen können. Von Zeit zu Zeit werden die Arbeitskreistreffen mit der Besichtigung ausgesuchter Anlagen oder Firmen und entsprechenden Kurzreferaten verbunden.

An dem Arbeitskreis beteiligen sich Vertreter des Umweltministeriums, Teilnehmer von Hochschulen und Forschungsinstitutionen sowie von Industriefirmen, Planungs- und Ingenieurbüros und kommunalen Stellen. Als ein greifbares Ergebnis hat der Arbeitskreis beispielsweise im November 2008 unter dem Titel „Blockheizkraft, neue gesetzliche Rahmenbedingungen – Chance für die KWK“ eine Tagung zur Kraft-Wärme-Kopplung im Haus der Wirtschaft in Stuttgart organisiert. Die Tagung konnte die Potenziale und Rahmenbedingungen dieser Technologie aufzeigen sowie auf konkret umgesetzte Anlagen aufmerksam machen. Die Fortsetzung hat im Juni 2012, ebenfalls im Haus der Wirtschaft in Stuttgart, mit dem Schwerpunkt „KWK – Umsetzung in der Wohnungswirtschaft“ stattgefunden. Des Weiteren hat der Arbeitskreis an der Neuauflage der Broschüre „Blockheizkraft“ mitgewirkt sowie im Rahmen einer „Best Practise Liste KWK“ gelungene Beispiele für die Umsetzung der KWK zusammengestellt und veröffentlicht.

 Neben konkreten Projekten wird aber gerade der persönliche Meinungsaustausch zwischen den Teilnehmern als wichtiges Element der regelmäßigen Arbeitskreistreffen eingestuft. Letztendlich gilt es, die dezentrale Energietechnik voranzutreiben und sich auf diese Weise an der Umsetzung dieses zukunftsweisenden Themas in Baden-Württemberg zu beteiligen.

 

Kontakt

 Prof. Dr.-Ing. Bernd Thomas
 Wissenschaftlicher Leiter RRI
 Hochschule Reutlingen
 Alteburgstr. 150
 72762 Reutlingen

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